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Aktuell
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Ausstellung „Fremdkörper“ mit Reiner Maria Matysik, Regina Mielich, Mariel Poppe und Héctor Velázquez
Meinblau Projektraum Berlin | Oktober 2025
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Plastiken
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Ausstellungen | Projekte
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Ausstellung Pavillon am Milchhof Berlin 2024
Kit
Vier Perspektiven auf das Ganze des menschlichen Körpers manifestieren sich in diesen vier Plastiken. Unterschiedlich stark abstrahiert, sind sie dennoch durch ihre Formensprache verbunden. Direkte Abformungen menschlicher Knochen und Schädel oder die Addition von Stahlfragmenten, die einem Cyborg entnommen sein könnten, werfen Schlaglichter auf humanoide Körperlichkeit. Weiches hautähnliches Silikon und kalter harter Stahl spannen den Bogen von Biologie zur Technik, durchbrechen aber auch konventionelle Erwartungen an die Materialität.
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Dioramen im Kontext Stadt und Natur
Ein Projekt von Dorothee Berkenheger und Regina Mielich
Das Ensemble der Schlangenbader Straße von Georg Heinrichs stellt mit seinen fast 600 Metern Autobahnüberdeckung und mehr als 100 Wohnungen eines der gewagtesten Architekturprojekte der 70er Jahre in Berlin dar.
In der feinen Durcharbeitung des Konzeptes und seiner Details zeigen sich die Formmerkmale dieser Zeit. Auch die Gewerbeeinheiten und Bereiche für alle Anwohner im Erdgeschoss haben eine besondere Ausprägung. Allerdings haben sich die utopischen Ideen des Zusammenlebens deutlich verändert, was am heutigen Zustand der Anlage sichtbar ist. Schaukästen und Gewerbeeinheiten sind teils verwaist, in einem schlechten und maroden Zustand.
Das Projekt von Regina Mielich und Dorothee Berkenheger zielt auf diesen Umstand ab. Im Durchgang von Haus 16 entstanden in bis dahin leeren Vitrinen zwei Dioramen, die eigenwillig-merkwürdige Formen beinhalten. Im Inneren der Kästen entwickelte sich ein Eigenleben aus Silikonobjekten und kleinen Wesen, Plastiken aus Stahl. Der Blick ist aber durch teilweise mattiertes Glas so verstellt, dass sich beim Vorübergehen eine weiche wechselhafte Oberfläche zeigt, die ihr Inneres erst bei genauerem Betrachten offenbart.
In diesen „Brutkästen“ waghalsiger Formen spielen sich diverse Szenarien ab, von wohlsortierten, streng aufgereihten, ausschlagartigen Auswölbungen bis zu wurmartigen Elementen, die das Innere bevölkern. Auch nach Einbruch der Dunkelheit und mit Beleuchtung setzt das Panoptikum der Vitrinengalerie sein kurioses Eigenleben fort.
Es entsteht ein Wechselspiel zwischen der Außenhaut auf der Scheibe, einer Art halbdurchsichtigen Membran, die vor dem Eindringen in das Innenleben abschirmt. Auch die Außenschicht, bestehend aus rhythmisierenden Streifen entwickelt selbst einen Mikrokosmos an Formmerkmalen sehr feiner kristallartiger Strukturen, die die Vitrinen der Realität entrücken. Gleichzeitig erhalten die inneren Bereiche dadurch auch einen intimen Anstrich, scheinen sich der Außenwelt nicht sofort offenbaren zu wollen.
Die Passanten können hier quasi im Vorübergehen einen Eindruck von unterschiedlichsten Streiflichtern dieses Getümmels wahrnehmen, das eventuell den einen oder anderen zu einem neugierig-spähenden Blick in die Schaukästen animiert. Dorothee Berkenheger
Realisiert im Sommer 2022 in Berlin in den Außenvitrinen der Schlangenbader Straße, im Rahmen der Reihe „Stadt findet Kunst“.
Das Projekt war Teil von DRAUSSEN STADT und wurde gefördert durch den Bezirkskulturfonds, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin.
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